5 sprachliche Fettnäpfchen, die du auf Kreta vermeiden solltest!

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Jedes Land hat seine eigenen Sitten und Gebräuche – und natürlich auch seine eigene Art zu sprechen. Gerade auf Kreta kann es passieren, dass man als Tourist oder Neuankömmling mit bestimmten Wörtern oder Formulierungen unbeabsichtigt ins Fettnäpfchen tritt. Aber keine Sorge – mit ein wenig Wissen kannst du dir peinliche Situationen sparen und dich schneller mit den Einheimischen anfreunden. Hier sind fünf sprachliche Stolperfallen, die du auf Kreta besser vermeidest!

Vielen Dank für das Bild – 📷 thegreekcustomshouse

1. Die richtige Grußformel – nicht einfach „Hallo“ sagen!

„Guten Morgen“, „Guten Tag“ und „Guten Abend“ – das funktioniert in Griechenland ein bisschen anders als in Deutschland. Morgens bis zur Mittagszeit heißt es „kaliméra“ (Guten Tag). Ab dem Nachmittag wechseln die Einheimischen dann nahtlos zu „kalispéra“ (Guten Abend).

Und was ist mit „Hallo“ oder „Tschüss“? Hier gibt es das freundliche „jásu“ (für Einzelpersonen) oder „jássas“ (für Gruppen oder in formellen Situationen). Wörtlich bedeutet das übrigens „Gute Gesundheit!“ – eine schöne Geste, oder?

Das griechische Alphabet – 📷 thegreekcustomshouse

Möchtest du auf Kreta „Hallo“ oder „Tschüß“ sagen, dann verwendest du im Griechischen einen bestimmten Begriff und dieser lautet „jásu“ (Einzahl) und „jássas“ (Mehrzahl). Eigentlich wünscht man sich mit dieser einheitlichen Grußformel eher „gute Gesundheit“, dies wäre nämlich die korrekte Übersetzung für „Ygia“ („ja“) = Gesundheit und „su“ = dein/dir oder auch ihr/euer/euch.

2. Duzen oder Siezen? Bloß nicht vorschnell!

In Deutschland sind wir es gewohnt, Bekannte und oft sogar Fremde schnell zu duzen. In Griechenland ist das anders: Zwar sprechen sich viele Einheimische untereinander mit dem vertrauten „Du“ an, doch das gilt nicht automatisch für Tourist*innen. Jemanden einfach ohne vorherige Einladung zu duzen, kann unhöflich wirken – vor allem bei älteren Menschen.

Der sichere Weg? Verwende erstmal das respektvolle „jássas“ und warte ab, ob dir das „jásu“ angeboten wird. Das zeigt Respekt und wird sehr geschätzt.

3. Politik? Ein absolutes Tabu-Thema!

Natürlich interessiert sich jeder für das, was im Land passiert. Doch politische Diskussionen sind in Griechenland oft emotional aufgeladen – besonders, wenn es um wirtschaftliche Krisen, die EU oder historische Konflikte geht. Als Touristin hältst du dich am besten raus.

Stattdessen lieber über Essen, Familie oder das Wetter sprechen – das sind sichere Themen, die für gute Stimmung sorgen!

4. Im Kaffeehaus: Lautstärke ist kein Fauxpas!

Wer das erste Mal ein traditionelles „kafenio“ betritt, wundert sich vielleicht über den rauen Ton. Hier wird lautstark diskutiert, Bestellungen werden einfach in den Raum gerufen, und alle scheinen durcheinander zu reden. Was für deutsche Ohren chaotisch klingt, gehört einfach zur Kultur.

Also: Trau dich und sei selbstbewusst! Wenn du zu leise bist, kann es passieren, dass du übersehen wirst. Ein freundliches, aber bestimmtes „Ena kafe, parakaló!“ (Einen Kaffee, bitte!) bringt dich schneller ans Ziel.

Ein typisches „kafenio“ auf Kreta – 📷 satukorpinen

5. „Siga, siga“ – Immer mit der Ruhe!

Während in Deutschland oft Eile angesagt ist, läuft auf Kreta alles entspannter. Besonders während der Mittagsruhe (ca. 14–17 Uhr) solltest du laute Gespräche oder spontane Besuche vermeiden. Die Einheimischen nehmen sich ihre Auszeit sehr ernst, und wer sie dabei stört, wird mit mürrischen Blicken bestraft.

Das Zauberwort lautet „siga, siga“ – immer mit der Ruhe! Egal, ob beim Bestellen, beim Einkaufen oder beim Smalltalk: Hektik kommt hier nicht gut an.

Vielen Dank für das Foto – 📷 Hollie Higgin

Fazit: Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl zu mehr Herzlichkeit

Kreta ist bekannt für seine Gastfreundschaft – und mit ein paar sprachlichen Kniffen kannst du schnell Teil der Gemeinschaft werden. Die wichtigsten Regeln: Begrüße die Menschen mit den richtigen Worten, sei respektvoll in der Anrede, meide politische Themen, passe dich der Lautstärke im Café an und nimm dir Zeit für die entspannte Lebensweise. Dann steht einem harmonischen Urlaub nichts mehr im Weg!

Viel Spaß auf Kreta – oder wie die Einheimischen sagen würden: „Kali diamoni!“ (Schönen Aufenthalt).

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